Es  geht  weiter 

Programm

Die erste E-Book-Messe in Deutschland! Vielleicht sogar in Europa! Das war die Electric Book Fair 2014. Kuratiert von Christiane Frohmann, Andrea Nienhaus, Nikola Richter und Fabian Thomas kamen etwa 300 Teilnehmer am 21. Juni 2014 im Supermarkt, Berlin-Wedding zusammen. Das Programm teilte sich in zwei Bereiche: das Hauptpodium, genannt Electric Enquete, und kleinere Tische für Gespräche mit Experten im Electric Café.




21:00-22:30

Fußball-WM Deutschland : Ghana

mit allen

Fußball-WM Deutschland : Ghana

21:00-22:30
mit allen

Electric Drinking mit Musik (DJ to be announced) und gemeinsames Schauen des WM-Spiels Deutschland – Ghana.

20.00-20.30 Uhr

Twitterperformance „Erzähl mir kleine Geschichten“ & YouTube-Poesie vom TRAUMAWIEN ARTCLUB

mit @MannvomBalkon (Twitter)Traumawien (Performance)Christiane Frohmann (Moderation)

Twitterperformance „Erzähl mir kleine Geschichten“ & YouTube-Poesie vom TRAUMAWIEN ARTCLUB

20.00-20.30 Uhr
mit @MannvomBalkon (Twitter)Traumawien (Performance)Christiane Frohmann (Moderation)

Die twitternde Verlegerin FrauFrohmann aka @frohmannverlag spielt die freundliche Ethnologin, wenn Twitterlegende @MannvomBalkon erneut nichts über seine Prinzipien verrät, aber erstmals live vor Publikum twittert: Sie wird live darüber twittern, wie @MannvomBalkon live twittert. Worüber @MannvomBalkon twittern und @frohmannverlag metatwittern wird, bleibt bis zur Electric Book Fair ein Geheimnis.

Zum Abschluss präsentiert der TRAUMAWIEN ARTCLUB YouTube-Poesie.


Foto: privat

@MannvomBalkon ist seit September 2009 auf Twitter. Er begann mit folgendem Tweet: „just signed in with twitter. never thought I would do that. anyway, how to twitter in German?“. Er bloggt unter www.im-uebrigen.wordpress.com und arbeitet als Autor für Fernsehsender.


Foto: privat

TRAUMAWIEN was founded as a publisher for digital literature in April 2010 by Luc Gross, Peter Moosgaard and Julian Palacz. Their publishing activity can be described as experimental:18 print publications, augmented reality software development and several stand-alone projects.


Foto: privat

Christiane Frohmann ist kulturwissenschaftliche Projektmacherin, Leiterin des Katersalons an der Berliner Volksbühne, Verlegerin (Frohmann Verlag), Radioredakteurin („Generator“ und „Ladyland“ aus dem Haus der Kulturen der Welt) und Autorin.

19:45-20:00

Externe Beobachterin

mit Kathrin Passig (Messebeobachterin)

Externe Beobachterin

19:45-20:00
mit Kathrin Passig (Messebeobachterin)

Kathrin Passig wird als externe Beobachterin Eindrücke rund um die Electric Book Fair sammeln und diese am Abend kurz vorstellen.


Foto: Jan Bölsche

19.00-19:45 Uhr

Der neue Dreh: Revivals und Modifikation von Literaturformen (Electric Enquete)

mit Texten von Jamuna DeviPippa GoldschmidtGeorg Friedrich KammererGiwi MargwelaschwiliJohannes ThumfartAnne WaakLucy Renner Jones (Moderation/Transfiction)

Der neue Dreh: Revivals und Modifikation von Literaturformen (Electric Enquete)

19.00-19:45 Uhr
mit Texten von Jamuna DeviPippa GoldschmidtGeorg Friedrich KammererGiwi MargwelaschwiliJohannes ThumfartAnne WaakLucy Renner Jones (Moderation/Transfiction)

Literatur erschienen bei CulturBooks, Verlag Das Beben, if ebooks, shelff,  Verbrecher Verlag und Waahr.

 

 

Jamuna Devi: Love Me Later (if ebooks 2014)

Vorgestellt von Dorothea Martin

 

 

Pippa Goldschmidt: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen (CulturBooks 2014)

Vorgestellt von Zoë Beck

 

 

Georg Friedrich Kammerer: Alles Kaputtschlagen (Verlag Das Beben 2013)

 

 

Giwi Margwelaschwili: verfasser unser (Verbrecher Verlag)

Vorgestellt von Jörg Sundermeier

 

 

Johannes Thumfart: Der Katechon (shelff 2014)

 

 

Anne Waak: Hartz IV und wir – Protokolle (Waahr/Marienbad 2014)


Foto: privat

Jamuna Devi, geboren 1986, aufgewachsen im Westen der Republik und in Berlin, hat aber nicht im Sozialpalast gewohnt. Keine Anzeige wegen Körperverletzung. Nicht verliebt in Amrit. Geht nur selten ins Fitnessstudio. Spielt aber dafür ganz annehmbar Billard. Wurde zu Johannes B. Kerner eingeladen, ist aber nicht hin. Nach einer Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte Beginn eines Studiums. Leider hat sie bis jetzt noch keine Pizzeria in Goa aufgemacht, aber das kommt vielleicht noch. Nächster Plan: Ein Band von Erzählungen über Frauen aus Männersicht geschrieben von einer Frau.


Foto: Chris Scott

Pippa Goldschmidt schreibt brillante, witzige, verstörende, skurrile, präzise und hochkomplexe Geschichten über Naturwissenschaften, deren Protagonisten wie Robert Oppenheimer oder Alan Turing, über den latenten Antisemitismus auf vielen Ebenen und über den Wissenschaftsalltag. Sie erzählt historische und Science Fiction-hafte Geschichten über unsere Welt und über Welten, die ein paar Millimeter daneben liegen. Realismus, Hyperrealismus, Surrealismus, Gender-Thematik, Satire und subtile politische Statements sind intelligent miteinander verbunden. Pippa Goldschmidt ist eine wichtige Stimme der Gegenwartsliteratur.


Foto: privat

Georg Friedrich Kammerer beendet gerade sein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und tritt regelmäßig als Standup-Komiker im englischsprachigen Berliner Comedy-Untergrund auf.


Foto: Alexander Janetzko

Giwi Margwelaschwili wurde am 14.12.1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. Seine Mutter starb, als er vier Jahre alt war. Sein Vater lehrte Philosophie und Orientalistik. 1946 wurde er zusammen mit seinem Sohn vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert, anschließend nach Georgien verschleppt. Dort lehrte er Deutsch. Erst 1987 konnte er nach Deutschland ausreisen. Ihn begleitete eine Unzahl von in der Emigration auf Deutsch geschriebenen Romanen und Erzählungen. Er wohnte bis 2011 in Berlin, seitdem in Tiflis. 1994 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft und ein Ehrenstipendium des Bundespräsidenten. 1995 erhielt er den Brandenburgischen Literatur-Ehrenpreis für sein Gesamtwerk, 2006 die Goethe-Medaille, 2008 das Bundesverdienstkreuz. Er ist Mitglied des P.E.N, Werke u.a.: „Muzal – ein georgischer Roman“, „Das böse Kapitel“, „Kapitän Wakusch“, „Der ungeworfene Handschuh“. Seit 2007 erscheint eine Werkschau Giwi Margwelaschwilis im Verbrecher Verlag.


Foto: Jörg Reichardt

Johannes Thumfart, geboren 1978, studierte Philosophie und Geschichtswissenschaften in Berlin und Paris. Promovierte mit einem Stipendium der DFG über den Dominikaner Francisco de Vitoria. Von 2009 bis 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FU Berlin, 2011 Gastwissenschaftler am Colegio de México in Mexiko Stadt, 2012 Dozent an der Universidad Iberoamericana ebendort, seit 2014 Adjunct Professor an der University of Cincinnati. Schreibt für die Tageszeitung, die ZEIT und die Süddeutsche Zeitung.


Foto: Sabine Hein

Anne Waak wurde 1982 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Sie schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine und ist Mitbegründerin von Waahr.de, dem Online-Archiv für literarischen Journalismus.


Foto: privat

Lucy Renner Jones studierte deutsche Literaturgeschichte an der University of East Anglia bei W.G. Sebald, arbeitete danach als selbstständige Mode- und Magazinfotografin in Barcelona, Hamburg und Berlin und begann zu Beginn der 2000er Jahre wieder im Bereich Sprache und Literatur zu arbeiten. Sie war 2008 Mitbegründerin des literarischen Übersetzungsbüros Transfiction mit Sitz in der Alten Kantine Wedding, wo auch die regelmäßige Veranstaltungsreihe The Fiction Canteen stattfindet. Lucy Renner Jones übersetzte Lyric Novella (2010) und Death In Persia (2013), erschienen bei Seagull Books. Momentan übersetzt sie die Tagebücher von Brigitte Reimann; für dieses Jahr angekündigt ist ihre Übersetzung von Christian Schwägerls „The Anthropocene (A Planet Shaped by Humans). Sie ist außerdem Rezensentin bei CULTurMAG und bloggt unter http://transfiction.eu/blog/

18.30-19.00 Uhr

Electric Drinking(Bar)

mit Stefan Adrian (Barkeeper/Autor)Frédéric Valin (Autor)

Electric Drinking(Bar)

18.30-19.00 Uhr
mit Stefan Adrian (Barkeeper/Autor)Frédéric Valin (Autor)

Echte Drinks nach einem harten Tag voller Soft- und Hardwarediskussionen. Stefan Adrian, Barkeeper in einer Berliner Bar, mixt einen Mini-Drink für alle – und liest aus seiner aktuellen Publikation, der gereimten, durchaus gesellschaftskritischen Rezeptsammlung „Der Gin des Lebens. Drinklyrik“ (mikrotext, 2014). Frédéric Valin bringt weitere Alkoholika-Erfahrungen ins Spiel und liest ebenfalls.

 

Mit freundlicher Unterstützung von GRIN


Foto: privat

Stefan Adrian wurde 1975 in Österreich geboren, unweit der ungarischen Grenze und weit entfernt vom nächsten Berg oder dem nächsten Alpental, jedoch sehr nahe an den Weingärten der pannonischen Tiefebene. Erste Erfahrungen mit Alkohol machte er dementsprechend bereits in jungen Jahren mit süßen Beerenauslesen, weniger süßer Wein wurde mit Limonade gestreckt. Seit diesen Tagen hat sich in der Auswahl, vor allem aber in der Kombination der Spirituosen einiges zum Besseren gewendet. Stefan Adrian lebt seit 2002 in Berlin, wo er als Barkeeper und Autor tätig ist. Aktueller Lieblingscocktail: Improved Tequila Cocktail. Seine aktuelle Publikation ist das E-Book „Der Gin des Lebens“ (mikrotext, 2014).
Geboren 1982 in Wangen im Allgäu, Jugend zwischen zugeschissenen Hügeln und Kirchenglocken, über Umwege 2003 nach Berlin gekommen und nie wieder rausgefunden. Aus Verzweiflung Deutsche Literatur und Französisch studiert, Übersetzungen gemacht, Texterkram gemacht, Französisch unterrichtet, Kunstkram und Festivals organisiert, geraucht, die Lesebühne Read on, my dear organisiert und Sachen aufgeschrieben, u. a. als Autor bei Spreeblick, in der Jungle World oder der taz. Veröffentlichungen: „Sieben“ (100.000 Euro Job. Verbrecher Verlag 2008), „Die Trennung“ (Feigenblatt 2008), „Episoden“ (Unterwegs. Wißnerverlag 2009), „Heimat“ (Stijlroyal 2009)

17.30-18.00 Uhr

Sichtbarmachung (Electric Café)

mit Zoë Beck (CulturBooks)Tomke Maria Dünnhaupt (Voland & Quist)Leif Greinus (Voland & Quist)Jakob Meiner (hey! publishing)Dorothee Werner (Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

Sichtbarmachung (Electric Café)

17.30-18.00 Uhr
mit Zoë Beck (CulturBooks)Tomke Maria Dünnhaupt (Voland & Quist)Leif Greinus (Voland & Quist)Jakob Meiner (hey! publishing)Dorothee Werner (Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

Digitale Inhalte präsentieren ohne Bücherregal – wie geht das überhaupt? Wir erfahren von neuen E‑Book-Startups, gemeinsamen Initiativen, Story-Apps und beschäftigen uns mit den Vor- und Nachteilen davon, was es heißt, „digital first“ zu produzieren.


Foto: Victoria Tomaschko

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis. Zuletzt erschien bei Heyne ihr Kriminalroman „Brixton Hill“. Im Herbst 2013 gründete Zoë Beck gemeinsam mit Jan Karsten den E-Book-Verlag CulturBooks und die Seite „Digital First“, einen Katalog für digitale Erstveröffentlichungen.


Foto: privat

Tomke Marie Dünnhaupt wurde 1991 geboren, ist in Wilhelmshaven aufgewachsen und seit 2012 Teil des Teams von Voland & Quist. Nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Argentinien und dem Abitur folgte das Studium des Faches Buchhandel/Verlagswirtschaft in Leipzig. Sie hat während des Studiums das Blogprojekt „Verlage der Zukunft“ betreut und sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit einem alternativen Vertriebsmodell für digitale Inhalte auseinander gesetzt.


Foto: Robert Gommlich

Leif Greinus wurde 1976 in Dresden geboren. Nach Abitur und Buchhändlerlehre folgte Studium der Verlagswirtschaft in Leipzig. Initiiert 2005 die Lesebühne Sax Royal in Dresden. 2007 Gründung des Festivals Literatur Jetzt! 2009 bis 2013 Vorstandsvorsitzender des scheune e.V.


Foto: Tobias Bohm

Nach Stationen im Verlag Antje Kunstmann und bei der Textunes GmbH ist Jakob Meiner Programm- und Marketingleiter des Münchner Digitalverlags hey! publishing.

Dorothee Werner, geboren in Norddeutschland, ist gelernte Buchhändlerin. In Frankfurt studierte sie Philosophie und Germanistik, arbeitete in der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin, bevor sie 2007 als Referentin des Hauptgeschäftsführers zum Börsenverein des Deutschen Buchhandels ging. Inzwischen leitet sie nicht nur dessen Büro, sondern auch die Referate Mitgliederservice, Literatur- und Leseförderung, Marktforschung sowie die Unternehmensentwicklung für Grundsatz- und strategische Fragen sowie das Forum Zukunft.

17.30-18.30 Uhr

German Alt Lit (Electric Enquete)

mit Andreas BülhoffRichard DurajStefanie SargnagelJan SkudlarekChloe Zeegen

German Alt Lit (Electric Enquete)

17.30-18.30 Uhr
mit Andreas BülhoffRichard DurajStefanie SargnagelJan SkudlarekChloe Zeegen

In der US-amerikanischen Literatur hat sich mit Alternative Literature eine neue Literaturströmung entwickelt, deren Vertreter nicht nur online schreiben und ihr Schreiben online vermarkten, sondern die das Netz als heute immer gegenwärtigen parallelen Denk- und Erfahrungsraum miterzählen. Auch im deutschsprachigen Literaturbetrieb finden sich immer mehr digital-inspirierte Schreibansätze. Sei es, dass die Texte wie ein Computerspielbildschirm gesetzt werden, dass sie in social-media-Kanälen wie in einem Flow entstehen oder dass sie in globaler Chatsprache verfasst sind: Onlineliterature made in Germany. And Austria!

 

Chloe Zeegen: „Literature“ is a word strong associated with the industry that grew around the printing press. „Narratives“ or „Storytelling“ better relate to our lives online. And online narratives – profiles, feeds, statuses, images, graphics, private messages, emojis, link, clips, juxtapositions and so on – are the most dominant form of creative expression today. The future of „fictional“ online narratives lies in tapping into this creativity via tools built to suit the virtual world, rather than those simply carried over from the physical one.


Foto: Nils Romahn

Andreas Bülhoff, 1987 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, lebt, studiert und arbeitet derzeit in Berlin. Veröffentlichungen in randnummer, S T I L L, ]trash[pool und der Anthologie Westfalen, sonst nichts? (2013). Derzeit Textredakteur beim Magazin für Fotografie und Literatur Der Greif.


Foto: Valentin Gienger

Richard Duraj, während der Achtziger in Polen geboren, lebt und dichtet in Berlin.


Foto: privat

Stefanie Sargnagel wurde 1986 in den „Slums von Wien“ geboren, studiert Malerei an der Akademie der Bildenden Künste und arbeitet im Callcenter. Das Mädchen mit der roten Baskenmütze, das gerne ins Wirtshaus geht und Kette raucht, veröffentlichte ihren Debütroman mit gesammelten Facebook-Statusmeldungen „Binge Living. Call-Center-Monologe“ 2013 in der redelsteiner dahimène edition, einem unabhängigen Wiener Verlag. Binge Drinking bedeutet: Komasaufen. 2014 erschien eine Auswahl neuerer Posts bei mikrotext „In der Zukunft sind wir alle tot“.


Foto: Sebastian Stolte

Jan Skudlarek, *1986 in Westfalen, seit 2010 in Berlin. Preise und Stipendien vorhanden. Redakteur bei S T I L L - Magazin für junge Literatur und Fotografie.


Foto: privat

Chloe Zeegen, geboren 1980 Watford (UK), bezeichnet sich als „Post-Internet-Künstler“. Nach ihrem Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Oxford arbeitete sie als Kunstmanager in London. 2012 zog sie nach Berlin. Im gleichen Jahr begann sie, mit Facebook und Twitter als künstlerische Plattformen zu experimentieren und startete ihr interaktives, multimediales Projekt „Chloe Zeegen is a self-styled Facebook star“. Es ist die Grundlage für ihre aktuellen Texte, die ebenfalls zuerst auf Facebook erschienen sind. Die Kurzgeschichte „Let me take you to the park“ erschien in der ersten Ausgabe des STILL Magazins. 2013 veröffentlichte sie „I love myself ok?“, eine Berlin-Trilogie bei mikrotext.

17.00-17.30 Uhr

Lesen im 21. Jahrhundert(Electric Enquete)

mit Elisabeth Ruge (Elisabeth Ruge Agentur)Johannes Kleske (Third Wave)

Lesen im 21. Jahrhundert(Electric Enquete)

17.00-17.30 Uhr
mit Elisabeth Ruge (Elisabeth Ruge Agentur)Johannes Kleske (Third Wave)

Was wäre, wenn das 21. Jahrhundert das Jahrhundert des Lesens wäre? Wie würde das aussehen? Was müsste dafür passieren? Was wäre, wenn zum Beispiel Wattpad in 20 Jahren das vorherrschende Modell für den Konsum – und die Produktion – von Literatur wäre? Ein ganz und gar unverbindlicher Blick in die Zukunft.


Foto: Stefan Nimmesgern

Elisabeth Ruge war 1994 Mitbegründerin des Berlin Verlags, dessen alleinige Geschäftsführung sie 2005 übernahm. Der von ihr dort als Imprint gegründete Berlin Academic Verlag arbeitet mit Open-Access-Prinzipien und unter Creative-Commons-Lizenzen. Ab 2011 baute sie Hanser Berlin auf, und hat nun, Anfang des Jahres, die Elisabeth-Ruge-Agentur gegründet. Sie schreibt an ihrem ersten Buch, „Drei Frauen“.


Foto: privat

Johannes Kleske ist Trendscout und Strategieberater. Er spricht regelmäßig zu Themen wie der Zukunft der Arbeit und Trends für das Management von Morgen, so zuletzt auf der Republica und den X.Days in der Schweiz. Zusammen mit Igor Schwarzmann führt er seit 2010 Third Wave, eine Berliner Firma für Zukunftsforschung und Unternehmensberatung, die sich auf die Beobachtung neuer Entwicklungen in digitalen Technologien und deren Auswirkungen auf menschliches Verhalten spezialisiert hat. Sie berät Kunden wie die Deutsche Telekom, MTV und die Deutsche Postbank, wie sie diese Entwicklungen besser verstehen und sich entsprechend anpassen können.

17:00-17:30 Uhr

Der gestaltete Text (Electric Café)

mit Jürgen Siebert (Vorstand FontShop AG)

Der gestaltete Text (Electric Café)

17:00-17:30 Uhr
mit Jürgen Siebert (Vorstand FontShop AG)

Zur Zeit ist das E-Book bei den Verlagen noch ein ungeliebtes Kind. Das liegt aber nicht an der mangelnden technischen oder typografischen Qualität der E-Books, sondern am veralteten Businessmodell der Verlage. Und weil sie das E-Book nicht mögen, bekommt man heute häufig »schlechte E-Books« zum Preis von Print-Books. Tatsache ist, dass sowohl die digitale Typografie als auch die Bildschirme noch nie so gut waren wie heute. Tatsächlich sind sie sogar schon besser, als im Printbereich. Und wenn beides zusammenkommt – ausgefeilte digitale Werksatzschriften, plus ordentlicher CSS-Code und ein Retina-Bildschim … plus der Komfort des digitalen Lesens/Markierens/Zitierens/Bookmarkens – wer will da noch in einem Buch lesen?


Foto: privat

Jürgen Siebert (57) studierte in Frankfurt am Main Physik. Nach dem Diplom 1985 arbeitete er zunächst als Wissenschaftsjournalist (u. a. FAZ) und Fachautor. Ein Jahr später wurde er Mitbegründer des Designmagazins PAGE, dessen Geschicke er bis 1991 als Chefredakteur lenkte. Danach wechselte er nach Berlin zu FontShop, wo er an der Entwicklung der FontFont-Schriftbibliothek mitwirkte, dem FontBook, FUSE, der TYPO-Konferenz, dem Fontblog und anderen Projekten. Seit Ende 2001 ist Siebert Vorstand Marketing der FontShop AG.

16.00-17.00 Uhr

Go World! International Hangout (Electric Enquete)

mit Julie Etienne (Moyen-Courrier)Albatros Rexhaj (Libreria Elektronike)Angela Wachuka (Kwani Trust)Cecilia Espósito (los proyectos)Nikola Richter (Moderation/mikrotext)

Go World! International Hangout (Electric Enquete)

16.00-17.00 Uhr
mit Julie Etienne (Moyen-Courrier)Albatros Rexhaj (Libreria Elektronike)Angela Wachuka (Kwani Trust)Cecilia Espósito (los proyectos)Nikola Richter (Moderation/mikrotext)

Das digitale Verlegen ist weltweit ein Thema. Da experimentieren emerging markets wie Kenia bereits mit mobilen Bezahlmethoden, der unabhängige argentinische Literaturbetrieb hat bereits 2013 in Buenos Aires eine erste Feria del Libro Digital organisiert. In Kosovo digitalisiert die Nationalbibliothek zeitgenössische albanische Literatur und überlässt sie einem non-profit-Verlag. Und zwei Verlegerinnen auf dem französischen E-Book-Markt, die sich auf US-amerikanische Literatur spezialisiert haben, hat es gerade nach Berlin verschlagen. Alles ist in Bewegung. Die Herausforderungen sind unterschiedlich, aber lokale Ansätze können auch in anderen Kontexten einen Denkanstoß geben. Albatros Rexhaj und Cecilia Espósito werden per Webcall sprechen, Julie Etienne und Angela Wachuka sind vor Ort.

 

Julie Etienne: Being a digital-only publisher in France at the moment means trusting that new reading habits are going to appear in the near future. We are convinced that the digital medium is ideally fitted to the literary genre we publish, which has been generally overlooked by the French publishing industry. But for now, the market is very small, as buying an e-book is still not as convenient as it should be. It’d also be good to be part of a network of like-minded publishers, but we haven’t found that yet.


Foto: Pierre Antoine

Julie Etienne hat Werke von Hamony Korine, John Giorno, JT LeRoy, Lisa Lerner, Lydia Millet, Brian Evenson und David Foster Wallace ins Französische übersetzt. Sie fertigte außerdem Neuübersetzungen der Shakespeare-Stücke „Macbeth“ und „Othello“ für den Regisseur Gwenaël Morin an und stellt gerade einer Neuübersetzung von „King Lear“ fertig. 2013 gründete sie zusammen mit Elodie Perrin den Digitalverlag Moyen-Courrier für erzählende Sachtexte.


Foto: privat

Albatros Rexhaj wurde 1975 in Prizren geboren und lebt in Priština (Kosovo). Er wurde 2013 auf der Buchmesse in Prština als Autor des Jahres nominiert. Im selben Jahr gründete er Libreria Elektronike, den ersten albanischen Digitalverlag, der bereits im ersten Jahr seines Bestehens 95 E-Books veröffentlichte. Albatros Rexjah hat 344.300 registrierte Fans auf seiner offiziellen Fanseite im Internet. Er ist Autor einer wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung TRIBUNA.


Foto: Jerry Riley

Angela Wachuka ist Geschäftsführerin des Kwani Trust, einem Verlag und Literaturnetzwerk in Nairobi, der sich zeitgenössischer afrikanischer Literatur verschrieben hat. Seit 2003 veröffentlicht Kwani journalistische Texte, Fiktion, experimentelle Literatur, Lyrik, bedeutende akademische Essays und kreative Non-Fiction, darunter auch Werke der preisgekrönten Autoren Binyavanga Wainaina, Chimamanda Adichie und Yvonne Owuor. Kwani Trust bietet außerdem Workshops und Trainings für literarische Künstler an und kuratiert Literaturveranstaltungen. Er wurde mit dem Caine Prize for African Writing und dem Jomo Kenyatta Prize for Literatur ausgezeichnet. 2010 erhielt er den Prince Claus Award für das "Betreiben einer dynamischen Plattform für neue Stimmen der afrikanischen Literatur".
Angela gehört dem Kwani Trust seit Februar 2008 an. Seitdem konnte sie die Fördergeldeinnahmen um 65% und den Gewinn um 40% steigern. Zuvor arbeitete sie bei den BBC African News und dem Current Affairs Department sowie bei den Radiosendern Focus on Africa und Network Africa und dem Focus on Africa Magazine. Sie hat Anthropologie und Rechtswissenschaften an der London School of Economics & Political Science (LSE) studiert. Sie war Arts Management Fellow am Kennedy Center in Washington DC von 2011-2013, und arbeitet derzeit an der Gründung eines "multi-platform publishing space".


Foto: privat

Cecilia Espósito leitet den argentinischen Digitalverlag los proyectos und ist Koordinatorin der digitalen Publikationen der Verlagsgruppe Santillana.


Foto: Adthe Mulla

Nikola Richter studierte Germanistik, Anglistik und Komparatistik in Tübingen, Norwich und Berlin und führte 2001-2003 eines der ersten Online-Literaturmagazine (schriftstelle.de). Sie ist Autorin, freie Redakteurin und „cultural and literary curator”, zuletzt für die Konferenzreihe Netzkultur (Berliner Festspiele/bpb). Im Frühjahr 2013 gründete sie den Digitalverlag mikrotext für kurze digitale Lektüren etwa Essays, Kurzgeschichten, New Journalism, aber auch so genannte Web-Literatur, darunter auch eine Reflexion von Alexander Kluge zum digitalen Kulturkonsum und die Facebook-Statusmeldungen des jungen syrischen Autors Aboud Saeed, dem „syrischen Bukowski” (ZDF/Aspekte).

16.00-17.00 Uhr

Geteiltes Wissen ist mehr Wissen (Electric Café)

mit Martin Fröhlich (PaperC)Kristin Narr (Moderatorin/Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V.)Jakob Adolph (K.lab Berlin)

Geteiltes Wissen ist mehr Wissen (Electric Café)

16.00-17.00 Uhr
mit Martin Fröhlich (PaperC)Kristin Narr (Moderatorin/Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V.)Jakob Adolph (K.lab Berlin)

Auch im Wissens- und Bildungsbereich macht das E-Book langsam Schule. Technisch sind alle Möglichkeiten vorhanden, Bildungsmaterialien digital aufzubereiten und gemeinsam zu nutzen. Aber welche Modelle stecken dahinter? Anbieter von digitalen akademischen und schulischen Inhalten tauschen sich über ihre Strategien und Erfahrungen über die Wissenskooperation und den Wissenstransfer aus.

 

Martin Fröhlich: Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn Sturm aufzieht, bauen die einen Windmühlen, die andern bauen Mauern. Bislang haben die Verlage es versäumt, ein Gegengewicht zu Amazon aufzubauen. Diese Abhängigkeit von den Umsätzen über Amazon bekommen nun vor allem die großen Verlage zu spüren, denn sie geraten unter Druck, da Amazon seine Goliath-Stellung ausspielen kann. Würden sie nicht am längeren Hebel sitzen, würde Amazon wohl sensibler bei den Verhandlungen umgehen. Es wird für die Verlage und Dienstleister Zeit, sich an einen Tisch zu setzen und ein adäquates Modell zu finden, anstatt weiter sein eigenes Süppchen zu kochen.  Eine langfristige Lösung muss bei der Vermittlung von Wissen her – und das geht über Bücher hinaus. Diese Lösung muss nachhaltig sein; nicht gegen Amazon, sondern um etwas aus Sicht der Nutzer besser zu machen. Wir müssen gemeinsam die Messlatte höher legen.

 

Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Internet & Gesellschaft Collaboratory


Foto: privat

Martin Fröhlich ist ein „new generation entrepreneur“. Nach einem Studium im Internationalen Managament in Berlin und einer Anstellung bei Siemens machte er sich selbstständig und gründete als selbstständiger Unternehmer die Firma PaperC, wo er Geschäftsführer im Bereich Marketing ist. Als leidenschaftlicher Querdenker, der nicht vor neuen Projekten zurückschreckt, war er außerdem als Dozent für Unternehmensgründung an verschiedenen Universitäten tätig. Darüberhinaus ist Martin Fröhlich als Business Angel für Firmen wie Upcload, NIIU, Kochmamsell, Crowd-Angel uvm. aktiv.


Foto: privat

Kristin Narr ist Medienpädagogin und beschäftigt sich mit der Medienaneignung Heranwachsender und deren Medienhandeln. Im Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) arbeitet sie in den Themenfeldern Medienkompetenz, Jugend und Internet, ePartizipation und Open Education. Beim Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V. ist sie für den Themenbereich Bildung und Medienkompetenz zuständig.


Foto: privat

Jakob Adolph hat Rechtswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin studiert und leitet die Inhalte- und Rechtsabteilung der K.lab educmedia GmbH, einem Education Technology Startup mit Sitz in Berlin und Würzburg, das webbasierte Anwendungen für den Bildungsbereich entwickelt. Ziel ist es, Lehrende und Lernende zu unterstützen. Er beschäftigt sich mit der digitalen Zukunft von Verlagsprodukten und dem Einfluss von Technik auf Bildung.

15.30-16.00 Uhr

Electric Battles(Electric Enquete)

mit Kaspar Dornfeld (RATTENREITER Verlag)Andrea Nienhaus (Gestalterin)Daniela Seel (kookbooks)Thorsten Nesch (Autor)

Electric Battles(Electric Enquete)

15.30-16.00 Uhr
mit Kaspar Dornfeld (RATTENREITER Verlag)Andrea Nienhaus (Gestalterin)Daniela Seel (kookbooks)Thorsten Nesch (Autor)

Im Stil eines britischen Rhetorikwettbewerbs werden zwei Positionen zu einem Thema mit Argumenten unterfüttert: Der Autor Thorsten Nesch veröffentlicht seine Jugendbücher sowohl bei Rowohlt als auch als Self-Publisher und versteht sich somit als „Hybridautor“. Dagegen argumentiert die Autorin und Verlegerin Daniela Seel für einen klassischeren Autorenbegriff, der durchaus die Anbindung an einen Verlag braucht.

 

 

Auftritt von Thorsten Nesch mit freundlicher Unterstützung von epubli

 

Daniela Seel: Warum die Positionen und Möglichkeiten gegeneinander ausspielen? Als Autorin und Verlegerin von kookbooks bin ich independent, papierorientiert, bibliophil, Selfpublisher, Indie, Hybrid, Lektorin, Veranstalterin, Coach, Dienstleisterin für andere … kookbooks verstehe ich auch weniger als Verlag im klassischen Sinn, denn vielmehr als Dichter*innenselbstverteidigung. Wichtiger als die jeweiligen Trägermedien finde ich die Netzwerke, Communities und Infrastrukturen, die man aufbaut und in denen man kommuniziert, arbeitet, vermittelt.

 

Thorsten Nesch: Hybridautor wird ein Schriftsteller genannt, wenn seine Bücher sowohl in einem traditionellen Verlagshaus erscheinen als auch von ihm selbst veröffentlicht werden. Weil Verlage aus ganz unterschiedlichen Gründen einen Roman von mir nicht veröffentlichen („haben Amerikaner zum Thema eingekauft“, „zu spannend“, „zu filmhaft“ … Auszüge aus meinen Absagen), bedeutet das nicht, dass ich den Glauben an meine Geschichten verliere. Dann muss ich sie eben selbst veröffentlichen – wie schon vor meiner Zeit als hauptberuflicher Autor. Mögen die LeserInnen entscheiden. Die positiven Rezensionen und der Umstand, dass auch diese Romane ins Englische übersetzt werden, unterstützen mich in meiner Meinung.

 

Ob ein E-Book ein Cover braucht oder nicht, „entscheidet“ das zweite Positions-Pingpong: Kaspar Dornfeld (Rattenreiter Verlag) findet die Covergestaltung im elektronischen Verlegen überflüssig, Andrea Nienhaus (Kommunikationsdesignerin, u. a. Covergestaltung mikrotext) dagegen überhaupt nicht.

 

Kaspar Dornfeld: Vergesst die Buchcover! … wenn ihr E-Books produziert! Wie für viele Problemstellungen im E-Book-Bereich ist auch die Frage nach dem Wert, dem Sinn oder gar dem Unsinn des Covers eine Ursache vieler heftiger Auseinandersetzungen. Für die einen sollte das Cover versuchen, sich so wenig wie möglich vom klassischen Buchcover zu entfernen. Für die anderen kann es eigentlich nicht weit genug davon weg sein. Aus: rattenreiter.de/page/vergesst-die-buchcover


Foto: privat

Kaspar Dornfeld hat in Berlin Filmregie, Schnitt und Sounddesign gelernt. Seit mehr als 15 Jahren schreibt er Drehbücher. Und mittlerweile auch Prosa. Neben seiner Arbeit als Autor ist er einer der beiden Geschäftsführer des RATTENREITER Verlages und hier unter anderem für die Produktion der E-Books und Hörbücher verantwortlich.


Foto: Philipp Dümcke

Andrea Nienhaus arbeitet als Kommunikationsdesignerin für Auftraggeber aus dem gemeinnützigen und kulturellen Sektor. Für den Verlag mikrotext entwirft sie die Cover und produziert die digitalen Veröffentlichungen. Seit 2013 ist sie Lehrbeauftragte im Studiengang Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin.


Foto: Robert Nock

Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/Main, lebt als Dichterin und Verlegerin in Berlin. Im Jahr 2000 gründete sie mit den Autor*innen Jan Böttcher, Alexander Gumz, Karla Reimert und Uljana Wolf KOOKread, den Literaturzweig des Künstlernetzwerks KOOK (heute: KOOK e.V.), daraus hervorgehend 2003 mit dem Buchkünstler und Illustrator Andreas Töpfer kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Nach „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“, kookbooks 2011, arbeitet sie an „was weißt du schon von prärie“, kookbooks 2015. Es soll (Un-)Gleichzeitigkeit geben, (Gegen-)Bewegung, Zu- und Widerreden, Schwebe. Elastische Fährten, die von Ohren aus expandieren. Schmirgeln, Schlürfen, Knarzen und Quietschen. Fluide Syntax. Plastizität. Und Lücken. Unwuchten, wo Erosion sichtbar wird. Wo jemand überempfindlich ist, etwas nicht schon versteht.


Foto: privat

Thorsten Nesch, geboren 1968 in Solingen, lebte von 1998 bis 2003 in Kanada. Sein Roman „Joyride Ost“ war nominiert als bestes deutschsprachiges Jugendbuchdebüt. Er erhielt nationale und internationale Förderungen, Stipendien und Preise. Dieses Jahr hat er das Arbeitsstipendium für Autoren des Landes NRW für „Der Drohnenpilot“ erhalten. „Ein erzählerischer Glücksfall in der aktuellen deutschsprachigen Literatur“, laut der Laudatio der Jury zum Hans-im-Glück-Preis 2012. Er publiziert sowohl in klassischen Verlagen, aber ist auch Self-Publisher bei epubli und neobooks. Aktueller Roman „Buster, König der Sunshine Coast“, Rowohlt 2014.

14.30-15.00 Uhr

Genre: Literatur für die Massen(Electric Café)

mit Sarah Khan (Autorin)Helmut Pesch (Bastei Lübbe)

Genre: Literatur für die Massen(Electric Café)

14.30-15.00 Uhr
mit Sarah Khan (Autorin)Helmut Pesch (Bastei Lübbe)

Nichts verkauft sich besser im E-Book-Bereich als Belletristik – so heißt es und so mögen wir es. Unter Belletristik fallen aber vor allem Genretitel, also Fantasy, Horror, Erotik, Science Fiction – die also den Großteil der Leserkäufe im E-Bookbereich ausmachen (ähnlich wie im Printbereich). Es ist also Zeit, das Genre nicht zu schmähen, sondern es besser zu verstehen.

Helmut Pesch: Es gibt keinen wesentlichen Unterschied bei der Einteilung der Genres im Print- und im E-Book-Bereich, wenn auch Verschiebungen hinsichtlich der Wertigkeit und Verkäuflichkeit. Die vermehrt auftretende Vermischung von Genres stellt Herausforderungen an die semantische Codierung. Gerade im Bereich der Unterhaltungsliteratur wird der Genrebereich immer mehr von Self-Publishing-Autoren abgedeckt, was für die Verlage ein zunehmendes Problem darstellt.

Sarah Khan: Aus meiner Beobachtersicht kann man in der Genreliteratur neben Banalem auch sehr viele unfreiwillige Erfindungen und unfreiwillige Komik entdecken, inklusive der Kommentar-Kultur, die unbedingt zum digitalen Leseerlebnis dazugehört. Manche Dinge will man vielleicht nur lesen, um sich nachher mit anderen gemeinsam darüber auszulassen. Vor allem wenn es um Stimulation geht – sexuelles Verlangen, Angst, romantische Gefühle. Man mag heute noch darüber lachen, aber es könnte normative Wirkung haben, halbfertige, abgebrochene Geschichten und ständige Wiederholungen und irre Übertreibungen zu lesen, die dann eher Karikaturen gleichen. Besonders die kostenlosen Bücher werden viel heruntergeladen und kommentiert. Die Frage ist, führen diese Manuskripte dazu, dass der Appetit auf Qualitätsschreibe letztlich größer wird – oder reicht diese Qualitätsstufe/Schwundstufe für interaktives e-Lesen schon vollkommen aus?


Foto: Barbara Dietl

Sarah Khan ist Schriftstellerin und Journalistin und lebt in Berlin. 2013 erschien von ihr: „Dr. House“ (diaphanes booklet), „Der Horrorpilz“ (mikrotext) und die zweite, erweiterte Ausgabe ihres literarischen Reportage-Bandes „Die Gespenster von Berlin. Wahre Geschichten“ (Suhrkamp). 2012 erhielt sie den Michael-Althen-Preis für Kritik der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie ist eine Expertin für viele Themen rund um literarische Genreprosa von Horror bis Erotik.


Foto: privat

Dr. Helmut Pesch arbeitet seit 1984 bei Bastei Lübbe und betreute als Lektor Autoren wie Ken Follett, David Baldacci und Wolfgang Hohlbein. Der promovierte Anglist ist Autor des Bestsellers „Elbisch“ und seit 2012 als Programmleiter E-Publishing bei Bastei Entertainment tätig.

14.30-15.30 Uhr

Der Meta-Sinn: Big Data(Electric Enquete)

mit René Kohl (kohlibri.de)Sandra Schüssel (Leiterin Produktmanagement MVB)Georg Rehm (DFKI, W3C Büro Deutschland/Österreich)Christian Damke (Moderation/GRIN)

Der Meta-Sinn: Big Data(Electric Enquete)

14.30-15.30 Uhr
mit René Kohl (kohlibri.de)Sandra Schüssel (Leiterin Produktmanagement MVB)Georg Rehm (DFKI, W3C Büro Deutschland/Österreich)Christian Damke (Moderation/GRIN)

Ist „Big Data“ für Content-Produzenten sinnvoll ohne „Context zum Content“? Wie können wir den Begriff auf unsere Produkte, unsere Inhalte erweitern und die Tatsache nutzen, dass diese uns – im Unterschied zu beispielsweise Waschmaschinen – ebenfalls Big Data liefern, wenn wir im Moment augenscheinlich noch an „Small Data“ scheitern?

 

René Kohl: Big Data im Buchhandel hat noch nicht angefangen: Interessant wird es z.B., wenn persönliches Profil, Leseinteresse und Buchinhalt passend gematched werden.


Foto: privat

René Kohl, Inhaber des Buchversand Kohlibri (www.kohlibri.de), bloggender Buchhändler (www.renekohl.com) und Netzwerker (Sprecher Arbeitskreis E-Books und eCommerce im Buchhandel), bearbeitet seit fast 20 Jahren in verschiedenen Funktionen die Schnittstelle von Buch zu Internet.


Foto: Petra Gass

Sandra Schüssel (38) ist ein Medienmensch. Nach ihrem Studium der
Germanistik, Journalistik und Politik in Leipzig machte sie Station in
der Redaktion von wissen.de (Bertelsmann) in München. Danach arbeitete
sie als Online-Redakteurin und Projektmanagerin beim
Karrieredienstleister Staufenbiel in Konstanz und Frankfurt sowie bei
der schottischen Tageszeitung „The Scotsman“. Bei der MVB Marketing-
und Verlagservice des Buchhandels GmbH stieg sie als Redakteurin Media
Developement ein und betreute Print- und Online-Relaunches, bevor sie
vor eineinhalb Jahren die Leitung der neu gegründeten Abteilung
Produktmanagement übernahm. Ein Arbeitsschwerpunkt derzeit ist der
Aufbau des Metadatenbank VLB+, mit den Unterprojekten
„Datenqualität“, „Digitale Vorschauen“ und
„Rezensionsdatenbank“.


Foto: privat

Dr. Georg Rehm ist Wissenschaftler am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin. Leiter des Deutsch/Österreichischen Büros des World Wide Web Consortiums (W3C) und Projektmanager des EU-geförderten Exzellenznetzwerks META-NET, das aus 60 Forschungszentren in 34 Ländern besteht. Das Ziel von META-NET sind innovative Forschungsergebnisse im Bereich Sprachtechnologie (insbesondere: Maschinelle Übersetzung) und ihr Transfer in die Industrie, sowie die Einwerbung zusätzlicher Fördermittel auf europäischer und nationaler/regionaler Ebene (in enger Kooperation mit der Europäischen Kommission, Luxemburg). Wissenschaftlicher Hintergrund: Abschluss in Computerlinguistik und künstlicher Intelligenz, Informatik und Sprachwissenschaft; Promotion in Computerlinguistik.


Foto: GRIN

Christian Damke ist seit 2013 Geschäftsführer von GRIN Solutions. Mit GRIN Solutions können Sie in wenigen Schritten einen digitalen Verlag über das Netz gründen und alle klassischen Verlagsprozesse abbilden. Neue Verlage wie Dotbooks, Mikrotext, CulturBooks oder Hey Publishing nutzen GRIN Solutions bereits erfolgreich. Er kommt von der kostenpflichtigen E-Book-Bibliothek Skoobe, die er 2010 als Geschäftsführer entwickelte und auf den Markt brachte. Skoobe ist eine der bestbewerteten und meist heruntergeladenen Buch-Apps für Smartphones und Tablets. Zuvor arbeitete er in der Unternehmensentwicklung der Verlagsgruppe Random House und als Entwicklungshelfer für ein Wiederaufbauprojekt in Honduras. Er ist ein großer Freund der Berge aber segelt auch mal auf dem Meer.

14.00-14.30 Uhr

Der Verleger neuen Typs(Electric Enquete)

mit Jürgen Schulze (Null Papier Verlag)

Der Verleger neuen Typs(Electric Enquete)

14.00-14.30 Uhr
mit Jürgen Schulze (Null Papier Verlag)

Jürgen Schulze betreibt den Null Papier Verlag, einen digitalen Ein-Mann-Verlag, und ist damit der erste literarische E-Book-Verleger Deutschlands. Er berichtet von der Gründung des Verlags, von seinen Strategien (Verschenken vs. Verkaufen, gemeinfreie Inhalte) und stellt seinen Blick auf die Publishingbranche dar.


Foto: privat

Der Neuss-Düsseldorfer Jürgen Schulze, geboren 1971 in Essen, ist studierter Diplom-Ökonom. Er arbeitete seit 1996 als Webprogrammierer, bevor er im August 2011 den Null Papier Verlag gründete. Er bestellte sich im März 2011 einen Ur-Kindle direkt aus den USA, zu dem Zeitpunkt als Amazon das KDP-Programm auflegte. Daraufhin digitalisierte er eine Max-und-Moritz-Fassung aus dem eigenen Regal, die wenige Stunden später käuflich im Netz zu erwerben war. Es folgten Nummer-1-Titel auf allen großen Verkaufsplattformen, ein Bestand von über 200 Titeln und erste, noch lebende Autoren. Innerhalb seiner dreijährigen Verlagsgeschichte hat er knapp 1,3 Millionen E-Books abgesetzt.

12.30-13.00 Uhr

Die entfesselte Kreativität. Neue Ansätze im Urheberrecht(Electric Café)

mit Christoph Endell (Rechtsanwalt)Valie Djordjevic (iRights.info)

Die entfesselte Kreativität. Neue Ansätze im Urheberrecht(Electric Café)

12.30-13.00 Uhr
mit Christoph Endell (Rechtsanwalt)Valie Djordjevic (iRights.info)

Angemessene Vergütung und Creative Commons, Remix und Bilderklau – Internet und Digitalisierung haben das Urheberrecht aufgemischt. Eigentlich soll es Urheber dabei unterstützen, mit ihren Werken Geld zu verdienen. Für viele Kreative – vor allem die, die digital arbeiten – ist es aber ein Hindernis. Welche Probleme haben sie mit dem gegenwärtigen Urheberrecht und wie könnte man sie lösen? Christoph Endell bietet eine spontane Rechtsberatung an, Valie Djordjevic einen Einblick in neue Denkweisen für das Urheberrecht.

 

Christoph Endell: Ein paar typische Fragestellungen sind hier: Was sind Lizenzverträge und wie gestalte ich sie? Remix Culture vs. urheberrechtlicher Schutz – was darf ich, was darf ich nicht? Chancen und Risiken offener Lizenzen im geschäftlichen Verkehr. Wie schütze ich mein geistiges Eigentum im digitalen Kontext?


Foto: Die Hoffotografen GmbH

Christoph Endell ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Lubberger Lehment in Berlin. Er ist unter anderem im Urheber- und Medienrecht tätig. An der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für bildende Künste Hamburg unterrichtet er Urheber- und Designrecht. 2013 ist sein Buch „Kreative Rechte schützen“ im Verlag der Hamburg Kreativ Gesellschaft erschienen.


Foto: privat

Valie Djordjevic ist Redakteurin bei iRights.info, einem Webportal zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt. Sie arbeitet als Autorin, Dozentin, Vortragende und interessiert sich für die sozialen und kulturellen Auswirkungen des Netzes, Literatur und Netz, Gender-Politik und Informationsgesellschaft.

12.00-12.30 Uhr

Das Buch mit sieben Siegeln: E-Book-Marketing(Electric Café)

mit Charlotte Reimann (Kerber Verlag)

Das Buch mit sieben Siegeln: E-Book-Marketing(Electric Café)

12.00-12.30 Uhr
mit Charlotte Reimann (Kerber Verlag)

Das Social Web bietet für Self-Publisher und Verlage zahlreiche kreative Möglichkeiten zur Markenbildung und Inszenierung von E-Books. Man kann digitale Bücher verlinken, verschenken, ihnen eine eigene Webseite bauen oder die Leser an ihrer Entstehung und Vermarktung beteiligen. Welche Rolle Social Media, Content Marketing und Metadaten für die Sichtbarkeit und den Umsatz von E-Books spielen, wollen wir anhand von Best Practices gemeinsam diskutieren.


Foto: Arlett Mattescheck

Charlotte Reimann arbeitet als Project- und Social-Media-Managerin beim Kerber Verlag und schreibt auf ihrem Blog charlotte-reimann.de über eBooks, Online Marketing und die Zukunft des Verlegens.

12.00-13.00 Uhr

Piraterie. Zwischen hoher Kunst und Gratiswaffe(Electric Enquete)

mit Lars Sobiraj (Moderator/tarnkappe.info)Luc Gross & Bernhard Bauch (TRAUMAWIEN)Sascha Lazimbat (Digital Media Consultant)

Piraterie. Zwischen hoher Kunst und Gratiswaffe(Electric Enquete)

12.00-13.00 Uhr
mit Lars Sobiraj (Moderator/tarnkappe.info)Luc Gross & Bernhard Bauch (TRAUMAWIEN)Sascha Lazimbat (Digital Media Consultant)

Manchmal macht der Handel genau das, was er Piraten übel nimmt: E-Books kostenlos nutzbar. Sascha Lazimbat zeigt die verschiedenen legalen Möglichkeiten, E-Books kostenlos zu vertreiben auf, von Verleihen bis Verschenken. Lars Sobiraj meint, dass es nicht verwunderlich ist, wenn Konsumenten weiterhin illegal E-Books lesen.

 

Lars Sobiraj: TorBoox ist zwar weg vom Fenster, die Gefahr ist aber alles andere als gebannt. Warum greifen immer mehr Nutzer im Internet zu kostenlosen oder preiswerten weil illegalen Alternativen? Kämpfte man im Jahr 2013 in Deutschland gegen einen großen Anbieter, so sind daraus mehrere kleine entstanden. Diese sind zwar in der Öffentlichkeit nicht sichtbar, das macht sie aber nicht weniger gefährlich. Ganz im Gegenteil. Die Fragestellung muss nun lauten, wie man aus Piraten wieder Konsumenten machen kann.

 

Die Gruppe TRAUMAWIEN nimmt das Thema Piraterie kreativ auf: Luc Gross berichtet vom E-Book-Projekt „Kindle’Voke Ghostwriters” im Sommer 2012. Bernhard Bauch wird exklusiv über die Perl Programmierung der Ghostwriters epubs und Covers berichten.


Foto: privat

Lars Sobiraj schrieb von 2000 bis zum Jahr 2002 für verschiedene Computerzeitschriften rund 100 Artikel. Von April 2008 bis Oktober 2012 leitete er beim IT-Portal gulli.com die Redaktion als Chefredakteur. Thematische Schwerpunkte der über 1.000 Beiträge sind Datenschutz, Urheberrecht, Netzpolitik, Internet und Technik. Seit Frühjahr 2012 läuft die Video-Interviewreihe DigitalKultur.TV, die er mit dem Kölner Buchautor und Journalisten Moritz Sauer betreut. Seit mehreren Monaten arbeitet Lars Sobiraj auf freiberuflicher Basis bei heute.de, ZDF Hyperland, Golem.de, torial, Dr. Web und für viele weitere Internet-Portale. Im April 2014 startete er sein eigenes News-Blog Tarnkappe.info.


Foto: Foto: privat

TRAUMAWIEN wurde im April 2010 von Luc Gross, Peter Moosgaard und Julian Palacz als Verlag für digitale Literatur gegründet und führt experimentelle Verlagsprojekte durch. So wurde etwa die Amazon Kindle-Direct-Publishing-Plattform komplett automatisiert mit eBooks geflutet, welche, im Layout klassischer Dramen aufbereitet, ausschließlich aus YouTube-Kommentaren bestanden. Die Aktion, bei der innerhalb weniger Tage mehrere Tausend Titel auf Amazon veröffentlicht wurden, führte nicht nur zu positiven Reviews des M.I.T Technologyreview oder der Süddeutschen Zeitung, sondern auch zur lebenslangen Sperre sämtlicher Amazon Accounts, welche mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden konnten.


Foto: Fotostudio Charlottenburg

Sascha Lazimbat ist Berater für digitale Medien. Er ist Gründer der digitalen Vertriebe A2 Electronic Publishing und Zebralution gewesen und war Managing Director Business & Corporate Development bei Warner Music Central Europe und Head Of Music & Video bei der Vodafone D2 GmbH.

11.30-12.00 Uhr

Der eingebaute Käufer: Crowdfunding und -sourcing für E-Books(Electric Café)

mit Ines Zimzinski (CrowdFans)

Der eingebaute Käufer: Crowdfunding und -sourcing für E-Books(Electric Café)

11.30-12.00 Uhr
mit Ines Zimzinski (CrowdFans)

Noch nie war es für Autoren so einfach, ihre Bücher zu verkaufen. Aber viele Projekte und innovative Ideen scheitern leider oft an der Finanzierungshürde. Mit Crowdfunding  können sie nun endlich realisiert werden. Mit der Unterstützung vieler Menschen kann die Weiterentwicklung von E-Books umgesetzt werden. Erklärt wird Crowdfunding zur Finanzierung und Vermarktung von Projekt- und Geschäftsideen; Zuhörer erfahren, wie sie selbst erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagnen durchführen können.


Foto: privat

Ines Zimzinski ist Sales-, Creative- und Feel-Good-Managerin, seit 3 Jahren in der Crowdfundingszene unterwegs und hat dort viele Projekte erfolgreich betreut. Nun hat sie eine eigene Plattform, auf der sich Kreative ihre Projekte mit der Macht des Schwarms finanzieren lassen können. Ihr Herz schlägt aber besonders für Selfpublisher, denen sie mit CrowdFans die gleiche Chance bieten möchte, wie sie die Big Player haben. Dazu hat sie, in Kooperation mit 52 North Studios, den Hörbuchverlag hoerbuchmanufaktur-berlin.de gegründet.

11.00-11.30 Uhr

Verlegen in Echtzeit: E-Book-Sprint(Electric Café)

mit Susanne Eiswirt (newthinking)

Verlegen in Echtzeit: E-Book-Sprint(Electric Café)

11.00-11.30 Uhr
mit Susanne Eiswirt (newthinking)

2013 hat newthinking die erste Publikation in einem SPRINT-Verfahren erstellt und zum Start der re:publica 2013 ein 30 Artikel umfassendes Coffee-table-book herausgegeben. Die Inhalte von „Open Everything“ wurden von über 40 AutorInnen in drei 3 Tagen kollaborativ erarbeitet, denn der SPRINT setzt auf kurzfristige Dynamik und Mechanismen von barcamps und Brainstormings. Dieses Verfahren soll ausgebaut und weiterentwickelt werden, insbesondere für die Publikation von E-Books. Dazu möchten wir unser Konzept vorstellen, uns dazu austauschen, Erfahrungen teilen und hoffen auf neue Impulse.


Foto: privat

Susanne Eiswirt ist zuständig für die Außenkommunikation von newthinking und hat zuvor an der Universität Bielefeld Philosophie und Interdisziplinäre Medienwissenschaft studiert. 2013 hat sie den SPRINT zu „Open Everything“ mitbegleitet und einen weiteren Magazin-SPRINT als Projektmanagerin umgesetzt. Privat engagiert sie sich als Mitglied des Digitale Gesellschaft e.V. für die digitale Bürgerrechtsbewegung.

11.00-12.00 Uhr

Zusammenkommen: Digitaler Einheitsmarkt in Europa(Electric Enquete)

mit Armin Talke (Staatsbibliothek Berlin)Jan Karsten (CulturBooks)Volker Oppmann (LOG.OS)Falk Steiner (Moderation)

Zusammenkommen: Digitaler Einheitsmarkt in Europa(Electric Enquete)

11.00-12.00 Uhr
mit Armin Talke (Staatsbibliothek Berlin)Jan Karsten (CulturBooks)Volker Oppmann (LOG.OS)Falk Steiner (Moderation)

Wie gestaltet sich die grenzüberschreitende Verbreitung, Vermarktung, Verwertung und Zugänglichmachung (Archivierung) von elektronischen Publikationen in Europa? Mit welchen gesetzlichen, steuerlichen, technischen Hürden sind Verlage konfrontiert – und was könnte man aus politischer, verlegerischer und rechtlicher Sicht tun? Eine Diskussion zu Rahmenbedingungen für das europäische Kulturgut E-Book.

 

Volker Oppmann: Im digitalen Bereich verschmelzen Buchhandel, Bibliothek und das heimische Bücherregal zu großen „cloud libraries“, die neben den Büchern (E-Books) die Inhalte und Daten ihrer Nutzer sammeln. Diese cloud-basierten Digital-Bibliotheken sind damit viel mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile – sie werden zu den zentralen Wissens- und Datenspeichern der Menschheit und damit zu systemrelevanten Infrastrukturen hinsichtlich der Daseinsvorsorge. Gesellschaftlich gesehen überantworten wir aktuell sowohl unser digitales Kulturerbe als auch unsere persönlichen Daten internationalen Großkonzernen ­ wir sind jedoch der Meinung, dass unser digitales Kuklturerbe und unsere persönlichen Daten der Gesellschaft und nicht einzelnen Unternehmen gehören sollten, die global die Marktbedingungen diktieren und den Kulturbetrieb unterwandern.

Armin Talke ist Rechtsreferent an der Staatsbibliothek zu Berlin und als solcher zuständig für die Sammlung und Erschließung ausländischer rechtswissenschaftlicher Materialien – unabhängig von der Art des Datenträgers. Davon abgesehen berät der Jurist seine Einrichtung in typischen bibliotheksrechtlichen Angelegenheiten, zu denen vor allem urheber- und internetrechtliche Angelegenheiten gehören. Als Leiter eines Digitalisierungsprojektes ist er mit der Überführung des juristischen „Kulturerbes“ aus dem 19. Jahrhunderts in digitale Form befasst. Er ist Mitglied des Committee on Copyright and other Legal Matters im internationalen Bibliotheksverband IFLA.
Jan Karsten, geboren 1973. Studium der Amerikanistik und Germanistik. Jan Karsten ist Mitherausgeber des Online-Feuilletons CULTurMAG. Seit dem Herbst 2013 betreibt Jan Karsten gemeinsam mit Zoë Beck den E-Book-Verlag CulturBooks und seit Sommer 2014 die Seite „Digital First!“, einen Katalog für digitale Erstveröffentlichungen.
Volker Oppmann, Jahrgang 1975, Studium der Germanistik und Skandinavistik in Bonn und Bergen (Norwegen). Erste Verlagserfahrung 2002 bei Rogner & Bernhard in Hamburg. Gründung des Berliner Independent-Verlags ONKEL & ONKEL im Herbst 2007. Unter dem Label textunes im Herbst 2008 erster
Anbieter von eBook-Apps auf dem deutschen Markt. Von Herbst 2011 bis März 2013 verantwortlich für die Digital-Sparte bei Thalia. Gründung des LOG.OS Fördervereins e.V. im Mai 2013.
Falk Steiner, geb. 1981, ist Journalist in Berlin. Als netzpolitischer
Hauptstadtkorrespondent berichtet er meist für Deutschlandfunk,
Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen über die Herausforderungen,
vor denen die Politik, aber auch Wirtschaft und Gesellschaft stehen.
Nach einem Studium der Politikwissenschaft in Bonn und Berlin arbeitete
er als Journalist für verschiedene Medien, unter anderem für den
Heise-Verlag (c't), den Spiegel, die Zeit, die tageszeitung (taz) und
den Tagesspiegel.

10.30-11.00 Uhr

Die Qual der Wahl: Vor- und Nachteile unterschiedlicher Formate(Electric Café)

mit Elisabeth Alexander (Ring eBooks)Tina Giesler (type:area)Fabian Kern (digital publishing competence)

Die Qual der Wahl: Vor- und Nachteile unterschiedlicher Formate(Electric Café)

10.30-11.00 Uhr
mit Elisabeth Alexander (Ring eBooks)Tina Giesler (type:area)Fabian Kern (digital publishing competence)

Multimediales Lesen gehört jetzt schon zu unserem Internetalltag, doch wann macht es Sinn enhanced, also multimedial angereicherte eBooks zu produzieren? Auf der einen Seite ist es wichtig, den Akt des Lesen an und für sich zu fördern und zu bewahren, auf der anderen Seite lockt die Herausfordung durch die Verwendung von unterschiedlichen Medien, Information anders zu vermitteln und das Leseerlebniss zu erweitern. Und wie sieht es mit den Standards aus? Vor allem bei epub3 braucht man für die Herstellung einen oder gar mehrere teure Techniker. Wenn das Endprodukt dann noch nicht einmal überall läuft, entscheiden sich viele für eine eigene App. Stärken entwickelt epub eher im schlichten Text, bei Sachbüchern und Serien: Gerade in diesem Bereich unterschätzen Autoren und Verlage die Möglichkeiten, die epub als hypertextfähiges, also in sich verknüpfbares Format bietet.

Elisabeth Alexander hat zusammen mit Scott Alexander Ring eBooks in Berlin 2012 gegründet. Ihr Verlag und Dienstleistungsstudio ist auf enhanced eBooks spezialisiert.
Tina Giesler lebt schon immer in zwei Welten. Nach allgemeinem Abi auf einem technischen Berufskolleg studierte sie Physik, Geographie, Pädagogik und Germanistik, abgeschlossen hat sie schließlich in Geographie und Germanistik. Ihr Studium finanzierte sie mit Jobs als Webdesignerin. Nach einem Praktikum im Patmos Verlag arbeitete sie zwei Jahre als Digitalherstellerin bei Zentrale Medien GmbH, dem ersten deutschen eBook-Hersteller. Danach lernte sie LaTeX, machte sich selbstständig, wurde Mutter und arbeitet mittlerweile als Buchsetzerin für Digital und Print. Manchmal bloggt sie.
Fabian Kern ist selbständiger Berater und Trainer für digitales Publizieren mit den Schwerpunkten E-Book-Produktion und Einsatz von Webtechnologien im
Verlagsumfeld, Referent bei der Akademie des Deutschen Buchhandels,
Dozent an der LMU München und Technik-Spezialist in der Arbeitsgruppe E-
Book des AKEP im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

10.30-11.00 Uhr

Keynote: Scatter, Adapt, and Remember: The Past, Present, and Future of the Business of Culture(Electric Enquete)

mit Richard Nash (Byliner)

Keynote: Scatter, Adapt, and Remember: The Past, Present, and Future of the Business of Culture(Electric Enquete)

10.30-11.00 Uhr
mit Richard Nash (Byliner)

Bollwerk Buch? Nichts läge ferner als das: In den letzten 500 Jahren hat kaum eine Erfindung den Fortschritt vorangetrieben wie das Buch – in sozialer, aber auch in technologischer Hinsicht. In die Zukunft zu blicken, heißt daher auch auf das Buch zu blicken: Welche Bücher haben für radikale gesellschaftliche Veränderungen gesorgt? Wie können wir dieses Potential vor dem Hintergrund der digitalen Revolution nutzen, um gangbare, aber auch nachhaltige Modellprojekte für die Zukunft zu entwickeln? Eine Frage, die nicht nur das Verlegen, sondern unser gesamtes kulturelles Schaffen betrifft.

 

Dieser Vortrag wird per Skype übertragen

Richard Nash ist Vice President of Partnerships bei der Story-Plattform Byliner. Zuvor Gründer des Indie-Verlags Soft Skull Press, für den er 2005 den Award for Creativity in Independent Publishing des amerikanischen Verlegerverbands erhielt. Er gründete 2009 die Verlagsprojekte Cursor und Red Lemonade und wurde 2010 vom Utne Reader als einer von „Fifty Visionaries Changing Your World“ ausgezeichnet. Zwischen 2011 und 2013 war er Head of Partnerships and Content beim Startup Small Demons und wurde im selben Jahr vom britischen Bookseller Magazine zu einer von „Five Most Inspiring People in Digital Publishing“ gewählt.

10:30-21:00 Uhr

Match Making: Reserviere einen Slot(Bar)

mit allen

Match Making: Reserviere einen Slot(Bar)

10:30-21:00 Uhr
mit allen

Auch die Electric Book Fair hat einen exklusiven Meetingort für persönliche Gespräche: direkt an der Bar an einem Stehtisch. Über diesen Doodlelink könnt ihr ihn für halbstündige Verabredungen reservieren. Jeder halbstündige Slot kann nur von zwei Menschen gebucht werden. Wer Lust auf Überraschungen hat, trägt sich einfach für einen Termin ein und wartet darauf, wer sich als Gegenüber meldet.

10.00-10.30 Uhr

Das ‚digitale Wir’. Zusammenarbeit statt Konkurrenz. Begrüßung durch das EBF-Team

mit Nikola RichterChristiane FrohmannAndrea NienhausFabian Thomas

Das ‚digitale Wir’. Zusammenarbeit statt Konkurrenz. Begrüßung durch das EBF-Team

10.00-10.30 Uhr
mit Nikola RichterChristiane FrohmannAndrea NienhausFabian Thomas

Begrüßung durch das Team der Electric Book Fair

Nikola Richter studierte Germanistik, Anglistik und Komparatistik in Tübingen, Norwich und Berlin und führte 2001-2003 eines der ersten Online-Literaturmagazine (schriftstelle.de). Sie ist Autorin, freie Redakteurin und „cultural and literary curator”, zuletzt für die Konferenzreihe Netzkultur (Berliner Festspiele/bpb). Im Frühjahr 2013 gründete sie den Digitalverlag mikrotext für kurze digitale Lektüren etwa Essays, Kurzgeschichten, New Journalism, aber auch so genannte Web-Literatur, darunter auch eine Reflexion von Alexander Kluge zum digitalen Kulturkonsum und die Facebook-Statusmeldungen des jungen syrischen Autors Aboud Saeed, dem „syrischen Bukowski” (ZDF/Aspekte).
Christiane Frohmann ist kulturwissenschaftliche Projektmacherin, Leiterin des Katersalons an der Berliner Volksbühne, Verlegerin (Frohmann Verlag), Radioredakteurin („Generator“ und „Ladyland“ aus dem Haus der Kulturen der Welt) und Autorin.
Andrea Nienhaus arbeitet als Kommunikationsdesignerin für Auftraggeber aus dem gemeinnützigen und kulturellen Sektor. Für den Verlag mikrotext entwirft sie die Cover und produziert die digitalen Veröffentlichungen. Seit 2013 ist sie Lehrbeauftragte im Studiengang Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin.
Fabian Thomas studierte deutsche und amerikanische Literaturgeschichte in Bonn und München. Von 2010 bis 2012 projektverantwortlich bei TUBUK, einer Plattform für unabhängige Verlage im Netz. Arbeitet als freier Redakteur und Blogger in den Bereichen Kultur und Literatur in Berlin. Herausgeber von The Daily Frown, dem Magazin für Musik Literatur Alltag. 2013 Mitgründer des Digitalverlags shelff.

Über uns

Fotos

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Vor dem SUPERMARKT.

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Beim Check-In.

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Eingang zur Electric Enquete.

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Wer ist hier? Sammlung von Visitenkarten (analog)

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Tischgespräch.

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Stefanie Sargnagel.

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Tischgespräch mit Jürgen Siebert zum Thema "Der gestaltete Text". Moderation: Andrea Nienhaus.

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Tischgespräch mit Jürgen Siebert zum Thema "Der gestaltete Text".

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In der Electric Library.

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Tischgespräch mit Charlotte Reimann zum Thema "10 Tipps fürs E-Bookmarketing".

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